Samstag, 4. April 2015
Buch - Jay Asher - Tote Mädchen lügen nicht
Produktdetails
Jahr: 2007
Verlag: cbt
Format: Taschenbuch
Seiten: 288
Inhalt
"Als Clay aus der Schule kommt, findet er ein Päckchen mit 13 Kassetten vor. Er legt die erste in einen alten Kassettenrekorder, drückt auf >>Play<< - und hört die Stimme von Hannah Baker. Hannah, seine ehemalige Mitschülerin. Hannah für die er heimlich schwärmte. Hannah, die sich vor zwei Wochen umgebracht hat.
Mit Hannahs Stimme im Ohr wandert Clay durch die Nacht, und was er hört, lässt ihm den Atem stocken. 13 Gründe haben zu ihremSelbstmord geführt. 13 Personen hatten ihren Anteil daran.
Clay ist einer davon..."
Mein Fazit
Ich gebe dem Buch 4 von 5 Sternen, weil ich am Anfang von der Sprache nicht wirklich gefesselt wurde, was an der Ausdrucksweise der Jugend liegen mag und an dem US amerikanischen Flair einer Highschool, die von außen betrachtet mit deutschen Schulen nicht so viel gemeinsam hat.
Aber je weiter ich las desto mehr fesselte mich die Situation, eine Tote beschreibt die Gründe für ihren Selbstmord. -Pause-
Ich fange an mich zu erinnern, ich kenne diese Emotionen und was dort steht sind teils meine Gedanken, teils meine Ideen wie...
Viele werden sagen, dass was dort beschrieben wird ist noch lange kein Grund sich umzubringen, diesen Menschen möchte ich sagen, dass sie keine Ahnung haben, was Depressionen sind und wie sie sich auswirken, denn ich spreche aus eigener Erfahrung.
Die Erzählung verschafft einem vielleicht keinen vollständigen Überblick, wie schlimm es ist damit zu leben und wie hart jede negative Berührung von außen die Seele trifft und nach und nach zerstört.
Ich habe Depressionen gesehen, bei Menschen die mir nahe stehen, ich habe jemanden gekannt, der aufgegeben hat.
Vielleicht habe ich deswegen überlebt - Depressionen überlebt und hart gearbeitet um gesund (oder vielleicht gesünder) zu werden, um weiter zu machen.
Aber ich weiß auch, dass ich es fast nicht geschafft hätte...
Auch ich habe dann gedacht, wie machst du es und vor allem auch, wie tust du denen weh die es verdient haben, die ihren Anteil geleistet haben - ja - ich kenne alle diese Gedanken.
Und ich habe eine Nacht dagessen und nachgedacht, nachdem ich das Buch geschlossen hatte, sollte ich darüber in einer Rezension schreiben und wenn ja, wie?
Ich schreibe drauflos und hoffe auf Verständnis zu stoßen, was mir immer soviel bedeutet hat, dem ich dauernd nachgejagt bin.
Krankheiten wie Depressionen werden heutzutage gern totgeschwiegen, weil eine Leistungs- und Spaßgesellschaft mit depressiven Menschen nicht funktioniert.
Sie werden übersehen und wenn sie den Druck und den Schmerz nicht mehr aushalten, dann verlassen sie uns und keiner will wissen warum...
Ich finde Hannahs Idee etwas zu hinterlassen was die Menschen immer daran erinnert wer sie war und warum sie ging beeindruckend, denn ich selbst habe immer nach etwas gesucht mich mitzuteilen, nach meinem Tod? - nein - mitlerweile in meinem Leben, damit ich gehört werde und mich erklären kann, damit andere weiterkämpfen und sehen, dass man es schaffen kann!
Buch - Heather Graham - Rabentot
Produktdetails
Jahr: 2012
Verlag: MIRA Taschenbuch
Format: Taschenbuch
Seiten: 320
Handlung
"Sprach der Rabe: Stirb!"
New York: Ein Serienmörder hinterlässt bei seinen Opfern eine mysteriöse Botschaft. Genevieve O Brien ist besorgt: Hat er es auf die Mitglieder der Edgar-Allan-Poe-Gesellschaft abgesehen, die sich "Raben" nennen? Dann wäre auch ihre Mutter in höchster Gefahr. Genevieve engagiert den smarten Privatdetektiv Joe Connolly, ohne sich einzugestehen, dass sie noch etwas anderes von ihm will ...
Gemeinsam jagen sie den skrupellosen Killer, nicht ahnend, dass er jeden ihrer Schritte beobachtet. Da bekommt Joe auf einmal schreckliche Albträume und Hilfe von völlig unerwarteter Seite.
New York: Ein Serienmörder hinterlässt bei seinen Opfern eine mysteriöse Botschaft. Genevieve O Brien ist besorgt: Hat er es auf die Mitglieder der Edgar-Allan-Poe-Gesellschaft abgesehen, die sich "Raben" nennen? Dann wäre auch ihre Mutter in höchster Gefahr. Genevieve engagiert den smarten Privatdetektiv Joe Connolly, ohne sich einzugestehen, dass sie noch etwas anderes von ihm will ...
Gemeinsam jagen sie den skrupellosen Killer, nicht ahnend, dass er jeden ihrer Schritte beobachtet. Da bekommt Joe auf einmal schreckliche Albträume und Hilfe von völlig unerwarteter Seite.
Mein Eindruck
'Rabentot' hat alles, was eine klassische Kriminalgeschichte nach Poes
Manier ausmacht. Spannung und einen Hauch Übernatürlichkeit. Gepaart
wird diese Mischung noch mit einer Prise Erotik und fertig ist der Sud
aus der Heather Grahams paranormaler Thriller gekocht ist. Doch wer viel
Thrill erwartet, wird enttäuscht werden, denn der Schwerpunkt liegt
hier weitaus mehr auf klassischer Ermittlungsarbeit eines
Privatdetektivs statt knallharter Schauer und Schrecken. Oft hat man das
Gefühl, dass die Autorin versucht hat dem Erfinder der
Detektivgeschichte gerecht zu werden, um dadurch die Grundthematik rund
um Edgar Allan Poe zu verfestigen. Auch der Umgang mit Geistern und dem
Paranormalen findet damit seinen Platz und fügt sich in die gesamte
Handlung ein.
Erzählt wird die Geschichte aus zwei Perspektiven. Es wird die Sicht von Joe eingenommen, dem selbstbewussten Ermittler, der einen Beschützerinstinkt gegenüber Genevieve hat und ein ruhiger, aber gleichzeitig bodenständiger Mann ist, dessen letzte Liebe bei einem Fall gestorben ist. Ein stereotyper Ermittler, der trotz allem nicht gefühlskalt ist, durchaus Schwächen hat und von seiner Struktur dem Bild des klassischen Privatdetektivs gerecht wird. Die andere Sicht ist die von Genevieve, einer starken Persönlichkeit und Frau, die ihr Trauma einer Entführung überwunden hat und keine Hilfe braucht, aber doch in ihrem Inneren verletzlich ist, auch wenn sie es nicht zeigen will.
Alles klare Figuren und typische Profile für einen Kriminalroman, die sich aber durch ein Detail unterscheiden: Sie können die Toten hören und hierin liegt das Interessante des Thrillers. Die Komponente mit dem Paranormalen, welche gleichzeitig auf einer emotionalen, ehrfürchtigen wie auch mit Angst betrachteten Ebene ist, macht den Roman lesenswert und den Fall interessant. Oft kann nur mit Hilfe dieser übersinnlichen Fähigkeiten die Ermittlung vorangetrieben werden, obwohl die Charaktere selbst nicht wahrhaben wollen, dass so etwas überhaupt möglich ist. Dabei wird keineswegs zu viel auf die Thematik eingegangen, so dass dem Leser Freiraum für seine eigene Gedankenwelt rund um das Paranormale in der Welt bleibt. Man bekommt keine speziellen Vorstellungen aufgedrückt, sondern nur die, die man auch in Poes Werken wiederfinden würde.
Der Schreibstil von Heather Graham ist nüchtern, nicht zu ausschmückend, aber durchaus emotional gestaltet, so dass auch die leicht erotischen Szenen angenehm und unterhaltsam gelesen werden können, ohne in zu viel Kitsch auszuarten und Klischees zu bedienen.
Die Handlung hingegen hat manchmal ihre Längen und man wünscht sich, dass sie endlich vorankommt und nicht ständig auf der Stelle tritt, obwohl dieses Gefühl oft aus eigener Ratlosigkeit über einen Verdächtigen resultiert. Schlussendlich mündet sie in einer Auflösung, die einen überrascht und in seiner Form nicht vorhersehbar ist. So wird der Thriller auf die ein oder andere Art - durch seine Motive - wiederum dem klassischen Detektivroman gerecht.
Besonders interessant ist wie auf Edgar Allen Poe und sein Leben eingegangen wird. Es liest sich wie eine Hommage an den Schriftsteller und Erfinder der Kriminalgeschichte, so dass man auch etwas vom Leben des renommierten Autors und seinen Geschichten mitnimmt.
Fazit
'Rabentot' erinnert an klassische Detektivromane à la Sherlock Holmes und hebt sich doch mit seiner Übernatürlichkeit und dem paranormalen Momenten ab. Insgesamt eine kleine Hommage an den Erfinder der Kriminalgeschichte Edgar Allan Poe und ein durchaus spannender, ruhiger und leicht erotischer Thriller von Heather Graham.
Erzählt wird die Geschichte aus zwei Perspektiven. Es wird die Sicht von Joe eingenommen, dem selbstbewussten Ermittler, der einen Beschützerinstinkt gegenüber Genevieve hat und ein ruhiger, aber gleichzeitig bodenständiger Mann ist, dessen letzte Liebe bei einem Fall gestorben ist. Ein stereotyper Ermittler, der trotz allem nicht gefühlskalt ist, durchaus Schwächen hat und von seiner Struktur dem Bild des klassischen Privatdetektivs gerecht wird. Die andere Sicht ist die von Genevieve, einer starken Persönlichkeit und Frau, die ihr Trauma einer Entführung überwunden hat und keine Hilfe braucht, aber doch in ihrem Inneren verletzlich ist, auch wenn sie es nicht zeigen will.
Alles klare Figuren und typische Profile für einen Kriminalroman, die sich aber durch ein Detail unterscheiden: Sie können die Toten hören und hierin liegt das Interessante des Thrillers. Die Komponente mit dem Paranormalen, welche gleichzeitig auf einer emotionalen, ehrfürchtigen wie auch mit Angst betrachteten Ebene ist, macht den Roman lesenswert und den Fall interessant. Oft kann nur mit Hilfe dieser übersinnlichen Fähigkeiten die Ermittlung vorangetrieben werden, obwohl die Charaktere selbst nicht wahrhaben wollen, dass so etwas überhaupt möglich ist. Dabei wird keineswegs zu viel auf die Thematik eingegangen, so dass dem Leser Freiraum für seine eigene Gedankenwelt rund um das Paranormale in der Welt bleibt. Man bekommt keine speziellen Vorstellungen aufgedrückt, sondern nur die, die man auch in Poes Werken wiederfinden würde.
Der Schreibstil von Heather Graham ist nüchtern, nicht zu ausschmückend, aber durchaus emotional gestaltet, so dass auch die leicht erotischen Szenen angenehm und unterhaltsam gelesen werden können, ohne in zu viel Kitsch auszuarten und Klischees zu bedienen.
Die Handlung hingegen hat manchmal ihre Längen und man wünscht sich, dass sie endlich vorankommt und nicht ständig auf der Stelle tritt, obwohl dieses Gefühl oft aus eigener Ratlosigkeit über einen Verdächtigen resultiert. Schlussendlich mündet sie in einer Auflösung, die einen überrascht und in seiner Form nicht vorhersehbar ist. So wird der Thriller auf die ein oder andere Art - durch seine Motive - wiederum dem klassischen Detektivroman gerecht.
Besonders interessant ist wie auf Edgar Allen Poe und sein Leben eingegangen wird. Es liest sich wie eine Hommage an den Schriftsteller und Erfinder der Kriminalgeschichte, so dass man auch etwas vom Leben des renommierten Autors und seinen Geschichten mitnimmt.
Fazit
'Rabentot' erinnert an klassische Detektivromane à la Sherlock Holmes und hebt sich doch mit seiner Übernatürlichkeit und dem paranormalen Momenten ab. Insgesamt eine kleine Hommage an den Erfinder der Kriminalgeschichte Edgar Allan Poe und ein durchaus spannender, ruhiger und leicht erotischer Thriller von Heather Graham.
Sonntag, 29. März 2015
Buch - Jean Christophe Grange - Im Wald der stummen Schreie
Produktdetails
Jahr: 2011
Verlag: Bastei Lübbe
Format: Taschenbuch
Seiten: 541
Inhalt
Erschienen ist das eindrucksvolle Werk am 19. August 2011 im Bastei Lübbe Verlag.
Untersuchungsrichterin Jeanne Korowa und ihr Kollege François Taine ermitteln in einer besonders grausamen Mordserie. Drei Frauen wurden brutal getötet, ihre Leichen ausgeweidet und teilweise verspeist. Eine Serie von grausamen Ritualmorden in Paris. Im Zuge ihrer Ermittlungen wird die ehrgeizige Untersuchungsrichterin Jeanne Korowa zufällig Zeugin eines therapeutischen Gesprächs, in dem ein Vater vom Gewaltpotenzial seines autistischen Sohns berichtet. Die Spuren führen zu einem autistischen jungen Mann und in den Dschungel Argentiniens ... Ist der junge Mann womöglich der Täter?
Fazit
Grausame Morde und eine neugierige Ermittlungsrichterin
Jeanne Korowa ist 35, ledig und arbeitet als Ermittlungsrichterin in Paris. Ihr befreundeter Kollege Francois Taine arbeitet gerade an der Aufklärung eines besonders bestialischen Frauenmordes und bittet Jeanne um Hilfe. Scheinbar treibt ein Wahnsinniger in Paris sein Unwesen, denn es wurden schon mehrere Frauen zerstückelt und teilweise offenbar verspeist. In ihrem Privatleben läuft es bei Jeanne gerade nicht so gut - ihr Freund meldet sich nicht mehr bei ihr. Die Ermittlungsrichterin lässt daraufhin die Praxis seines Therapeuten abhören und kommt auf diese Weise einem Serienmörder auf die Spur.Spannende mystische Thriller gepaart mit politischen Hintergründen sind die Spezialität von Jean-Christoph Grangé. Der französische Autor ist auch in Deutschland durch die Verfilmungen seiner Romane bestens bekannt. Zu seinen großen Erfolgen gehören "Das Imperium der Wölfe" und "Die purpurnen Flüsse".
Auch mit seinem neuesten Werk "Der Wald der stummen Schreie" wird der französische Autor Jean-Christophe Grangé seinem Ruf als großartiger Thriller-Autor gerecht. Der Roman ist sicher nichts für Menschen, die empfindlich auf Tatortbeschreibungen reagieren, denn diese werden hier sehr ausführlich und bildhaft vorgenommen. "Der Wald der stummen Schreie" gehört zu einer Triologie über das Niederträchtige im Menschen. Allerdings ist dieser Roman in sich abgeschlossen und hat inhaltlich keinen Bezug zu den anderen Werken über das Böse im Menschen. Eine wirklich sehr außergewöhnliche Geschichte mit hoher Spannung.
Buch - Heather Graham - Erntemord
Produktdetails
Jahr: 2011
Verlag: MIRA Taschenbuch
Format: Taschenbuch
Seiten: 380
Handlung
Was auf den ersten Blick aussieht wie eine Vogelscheuche, ist die Leiche einer jungen Frau, ein Lächeln ins Gesicht geschnitten, das Genick gebrochen. Schnell glauben die Menschen in Salem, dass der gefürchtete Sensemann mehr als nur ein Gerücht ist. Jeremy Flynn hat keine Zeit für Schauergeschichten. Er sucht in Salem die Frau eines Freundes, die spurlos von einem Friedhof verschwand. Bei seinen Recherchen stößt er auf die Okkultexpertin Rowenna Cavanaugh, die davon überzeugt ist, dass der Horror der Vergangenheit wieder lebendig geworden ist. Bald schon muss Jeremy sich dem Unglaublichen stellen - denn auch Rowenna droht, der Verführung des Sensemanns zu erliegen.
Mein Eindruck
"Erntemord" ist ein Mystery-Thriller genau nach meinem Geschmack und der 3. Teil einer Trilogie.
So stellte sich mir bald die Frage: Wer verbirgt sich eigentlich hinter dem Sensenmann, der mancherorts auch unter dem Namen Gevatter Tod oder Schnitter bekannt ist? Angeblich ist er eine aus dem Mittelalter stammende personifizierte Allegorie des Todes. In der griechisch-römischen Mythologie gab es eine Schicksalsgöttin, die den Menschen den Tod brachte, indem sie mit einer Schere deren Lebensfaden durchschnitt. In der Bibel wiederum wird die Personifizierung des Todes in Form des vierten Reiters der Apokalypse dargestellt. Die bildende Kunst zeigt uns das Abbild des Todes in Gestalt eines Menschen, eines Skeletts oder einer leeren Kutte mit Kapuze, die eine Sense oder ein Stundenglas in der 'Hand' hält. In unserem Fall ist die Figur des Sensenmannes etwas spezieller. Geboren aus Größenwahn und dem Wunsch nach ewiger Jugend, müssen sieben Frauen ihr Leben lassen. Ein Irrsinn, den möglicherweise nur einer stoppen kann.
Jeremy Flynn, Ex-Polizeitaucher und Privatdetektiv. Er hat während seiner aktiven Zeit im Polizeidienst schreckliche Dinge erlebt, die ihn selbst heute noch in seinen Träumen heimsuchen. Obwohl diese Illusionen mit der Zeit immer realer scheinen, weigert er sich, an Übersinnliches zu glauben. Doch die Liebe zu Rowenna konfrontiert ihn unentwegt damit, bis er nicht mehr umhin kommt sich einzugestehen, dass es vielleicht doch mehr zwischen Himmel und Erde gibt, als ihm bewusst war. Rowenna Cavanaugh, Autorin, Sprecherin, Historikerin und Verfechterin paranormaler Phänomene. Ihr Gespür für ihre Mitmenschen und die Gabe, sich in ihre Lage zu versetzen, waren der Polizei in der Vergangenheit oftmals eine große Hilfe bei der Aufklärung von Verbrechen. Auch sie wird von wiederkehrenden Träumen heimgesucht, in denen sie durch scheinbar endlose Maisfelder läuft, immerzu die Angst vor Augen, schrecklich zugerichtete Leichen zu finden. Jeremy ist seit dem Tod ihres Verlobten der erste Mann, für den sie ihr Herz wieder öffnet.
Heather Graham überzeugt durch ihre Fähigkeit, bereits ab der ersten Zeile eine düstere Stimmung zu schaffen. Man hat beinahe das Gefühl, selbst durch die Maisfelder zu laufen, spürt die Furcht im Nacken, den Anblick einer menschlichen Vogelscheuche ertragen zu müssen. Gleichzeitig zeichnet sie das Bild des Städtchens Salem in einem farbenfrohen Herbstgewand, sodass man das Bedürfnis verspürt, hinzureisen und einzutauchen in eine Welt voller Magie, nebulöser Friedhöfe und schon möchte man "Süßes oder Saures" rufen. Sie lässt uns teilhaben am Leben liebenswerter Charaktere, erzählt uns etwas über die berühmt-berüchtigte Hexenverfolgung in Salem und auch die erotischen Szenen weiß die Autorin wie kaum eine andere auf anregende Weise zu beschreiben ohne dabei pornografisch zu werden.
Das Cover setzt sehr gekonnt in Szene, was uns in Heather Grahams Roman erwartet. Der Sensenmann geht um und alles, was er hinterlässt, ist eine blutige Sichel in einem Heuhaufen.
Samstag, 28. März 2015
Buch - Heather Graham - Ahnentanz
Produktdetails
Jahr: 2011
Verlag: MIRA Taschenbuch
Format: Taschenbuch
Seiten: 384
Handlung
Es ist nicht nur einfach eine Plantage in New Orleans, die die Flynn-Brüder geerbt haben … Als die Tarotkartenleserin Kendall Montgomery ihm erzählt, dass die ererbte Plantage von Geistern heimgesucht wird, kann Privatdetektiv Aidan Flynn nur lachen. Aber dann findet er einen menschlichen Knochen in der Erde und später einen weiteren am Fluss. Aidan beginnt, in die dunkle Geschichte der Flynn-Plantage einzutauchen. Bald schon stoßen er und Kendall auf Spuren eines Serienmörders, dessen Opfer spurlos verschwinden – und erkennen, dass ihr eigenes Schicksal besiegelt ist, wenn sie nicht anfangen, an das Unglaubliche zu glauben.
Mein Eindruck
Nach dem Hurrikan Katrina ist es in New Orleans
durch überirdische Gräber nicht so ganz ungewöhnlich, einen menschlichen
Knochen zu finden. Doch Aidan Quinn, der zusammen mit seinen Brüdern
eine Plantage geerbt hat, ist trotzdem skeptisch. Der Privatdetektiv
lässt seine Beziehungen spielen und beginnt mit den Ermittlungen.
Allerdings ist das Interesse der örtlichen Polizei relativ gering,
selbst als Aidan kurze Zeit später einen weiteren menschlichen Knochen
findet. Bei seinen Ermittlungen lernt er auch die Hellseherin und
Tarotkartenleserin Kendall kennen. Die junge Frau hat eine enge
Beziehung zur Plantage, denn sie kannte die letzte Besitzerin sehr gut
und pflegte diese auch bis zu ihrem Tod auf der Plantage. Bald entdecken
Kendall und Aidan, dass in den letzten 10 Jahren mehrere junge Frauen
in New Orleans spurlos verschwunden sind, und dass diese Vermisstenfälle
in Verbindung mit der Plantage stehen. Beide sind der festen
Überzeugung, dass hier ein Serienmörder aktiv ist und ahnen nicht, dass
dieser bereits Kendall ins Visier genommen hat.
Zwar dauert es ein wenig bis sich richtige Spannung aufbaut, da Heather Graham sich zuerst recht viel Zeit nimmt, ihre Protagonisten vorzustellen, jedoch ist dies nie langatmig. Schuld daran ist vor allem die Tatsache, dass die Autorin bereits recht früh einige unheimliche, merkwürdige Situationen eingebaut hat, die schon einmal die Neugier anfachen. Zusätzlich gelingt es ihr auch fast sofort, eine mysteriöse Atmosphäre aufzubauen, die perfekt zum Flair New Orleans passt und so passen die merkwürdigen Erscheinungen wie der Geist der Weißen Frau oder auch die traurige Geschichte aus der Vergangenheit der Plantage perfekt zur Stadt.
Und die Story an sich gestaltet sich von Anfang an auch äußerst mysteriös und unheimlich. So beginnt Heather Graham mit einem Rückblick in die Zeit des Bürgerkriegs, als ein schreckliches Schicksal die Plantage ereilt hatte, deren Geschehnisse Auswirkungen bis in die Gegenwart haben. Überzeugend gelingt es der Autorin auch, die Geistererscheinungen und auch sonstige übernatürliche Phänomene glaubhaft darzustellen, da selbst ihre Protagonisten anfangs daran zweifeln und diese nicht wahrhaben wollen.
Die Erzählstränge wechseln ständig zwischen Aidan und Kendall und enden natürlich genau an einer äußerst markanten oder spannenden Stelle und ab einer gewissen Zeit kommt auch der Mörder zu Wort, jedoch kennt man bis zum Schluss dessen Identität nicht. So ist der Spannungsaufbau durchweg gut gelungen, stellenweise sind einige unvorhersehbare Wendungen vorhanden, nur das Motiv war für mich jetzt nicht ganz so einleuchtend.
Bei den beiden Protagonisten Kendall und Aidan ist von Anfang an absehbar, dass sich zwischen den Beiden eine Liebesbeziehung entwickeln wird, die jedoch gut dosiert in die Story eingebettet ist und nicht überladen wirkt. Kendall ist eine junge Psychologin, die davon träumt, irgendwann einmal ein kleines Theater zu eröffnen. In der Zwischenzeit betreibt sie mit ihren beiden Freunden Mason und Vinnie einen kleinen Laden, in dem sie anderen Menschen die Karten legt und allerlei Souvenirs verkauft. Aidan tritt sie anfangs äußerst distanziert gegenüber, da sie ihn für einen ungehobelten, gefühlskalten Mann hält. Allerdings ist diese Haltung für Aidan nur eine Art Selbstschutz, den er sich durch eine Tragödie einige Jahre zuvor selbst aufgebaut hat.
Alles in allem ist "Ahnentanz" ein spannender Thriller mit einem ordentlichen Touch zum Übernatürlichen, liebenswerten Protagonisten und einer durchweg fesselnd erzählten Story.
Zwar dauert es ein wenig bis sich richtige Spannung aufbaut, da Heather Graham sich zuerst recht viel Zeit nimmt, ihre Protagonisten vorzustellen, jedoch ist dies nie langatmig. Schuld daran ist vor allem die Tatsache, dass die Autorin bereits recht früh einige unheimliche, merkwürdige Situationen eingebaut hat, die schon einmal die Neugier anfachen. Zusätzlich gelingt es ihr auch fast sofort, eine mysteriöse Atmosphäre aufzubauen, die perfekt zum Flair New Orleans passt und so passen die merkwürdigen Erscheinungen wie der Geist der Weißen Frau oder auch die traurige Geschichte aus der Vergangenheit der Plantage perfekt zur Stadt.
Und die Story an sich gestaltet sich von Anfang an auch äußerst mysteriös und unheimlich. So beginnt Heather Graham mit einem Rückblick in die Zeit des Bürgerkriegs, als ein schreckliches Schicksal die Plantage ereilt hatte, deren Geschehnisse Auswirkungen bis in die Gegenwart haben. Überzeugend gelingt es der Autorin auch, die Geistererscheinungen und auch sonstige übernatürliche Phänomene glaubhaft darzustellen, da selbst ihre Protagonisten anfangs daran zweifeln und diese nicht wahrhaben wollen.
Die Erzählstränge wechseln ständig zwischen Aidan und Kendall und enden natürlich genau an einer äußerst markanten oder spannenden Stelle und ab einer gewissen Zeit kommt auch der Mörder zu Wort, jedoch kennt man bis zum Schluss dessen Identität nicht. So ist der Spannungsaufbau durchweg gut gelungen, stellenweise sind einige unvorhersehbare Wendungen vorhanden, nur das Motiv war für mich jetzt nicht ganz so einleuchtend.
Bei den beiden Protagonisten Kendall und Aidan ist von Anfang an absehbar, dass sich zwischen den Beiden eine Liebesbeziehung entwickeln wird, die jedoch gut dosiert in die Story eingebettet ist und nicht überladen wirkt. Kendall ist eine junge Psychologin, die davon träumt, irgendwann einmal ein kleines Theater zu eröffnen. In der Zwischenzeit betreibt sie mit ihren beiden Freunden Mason und Vinnie einen kleinen Laden, in dem sie anderen Menschen die Karten legt und allerlei Souvenirs verkauft. Aidan tritt sie anfangs äußerst distanziert gegenüber, da sie ihn für einen ungehobelten, gefühlskalten Mann hält. Allerdings ist diese Haltung für Aidan nur eine Art Selbstschutz, den er sich durch eine Tragödie einige Jahre zuvor selbst aufgebaut hat.
Alles in allem ist "Ahnentanz" ein spannender Thriller mit einem ordentlichen Touch zum Übernatürlichen, liebenswerten Protagonisten und einer durchweg fesselnd erzählten Story.
"Ahnentanz" ist übrigens der Auftakt einer
Trilogie :),
ein weiteres Buch der Trilogie habe ich mir bereits zugelegt ^^.
ein weiteres Buch der Trilogie habe ich mir bereits zugelegt ^^.
Freitag, 27. März 2015
Buch - Jamie Denton - Der Totenflüsterer
Produktdetails
Jahr: 2006
Verlag: Caro/KNO
Format: Taschenbuch
Seiten: 412
Handlung
Eine Leiche soll exhumiert werden, doch im Grab liegen zwei: Ein
psychopathischer Mörder hat sich geschworen, den einsamen Toten ihren
perfekten Partner an die Seite zu geben, im Tode vereint.
Die Polizistin Greer Lomax kämpft gegen einen unsichtbaren Gegner, und gegen die Liebe zu ihrem Kollegen Ash Keller. Denn das Feuer, das in ihnen brennt, wird zur tödlichen Gefahren.
Eiskalte Spannung und glühende Leidenschaft, ein Thriller der Extraklasse.
Die Polizistin Greer Lomax kämpft gegen einen unsichtbaren Gegner, und gegen die Liebe zu ihrem Kollegen Ash Keller. Denn das Feuer, das in ihnen brennt, wird zur tödlichen Gefahren.
Eiskalte Spannung und glühende Leidenschaft, ein Thriller der Extraklasse.
Meine Meinung
Da das Buch wirklich sehr dünn ist, hab ich es innerhalb eines Tages
gelesen. Der Schreibstil ist sehr flüßig, sodass das lesen auch wirklich
erleichtert wird.
Der Totenflüsterer ist ein Thriller, der weder besonders grausam oder
gruselig ist und auch nicht besonders an die Psyche geht. Er ist dennoch
spannend und gut geschrieben, auch die Liebeszenen sind zwar nicht
ganz jugendfrei ;) (da bekommt man schon mal rote Öhrchen ^^), aber doch absolut noch in Ordnung.
Die Protagonisten sind alle sehr sympatisch, vor allem der Charakter der
Polizistin hat mir gut gefallen. Sie versucht mit ihren Ängsten zu
leben und gleichzeitig Angst hat, sich diesen zu stellen.
Dieser Krimi ist flüssig und spannend geschrieben.
Buch - Heather Graham - Das Geheimnis von Melody House
Produktdetails
Jahr: 2006
Verlag: Caro/KNO
Format: Taschenbuch
Seiten: 412
Handlung
Spukt es in Melody House? Matt Stone, Besitzer des alten Hotels, engagiert Darcy Tremayne: Mit Hilfe ihrer übersinnlichen Fähigkeiten soll sie die unheimlichen Vorfälle aufklären. Zunächst hat Darcy Erfolg auf ganzer Linie - bei ihrer Arbeit und vor allem bei Matt. Doch dann werden mehrere Anschläge auf sie begangen. Als man die Überreste einer Leiche auf dem Grundstück findet, deutet alles auf einen Mord hin, der vor kurzem begangen wurde. Plötzlich sind die Vorgänge in Melody House ein Fall fürs FBI ...
Mein Eindruck
kurzes zum Inhalt. In Melody House soll es spuken und das obwohl doch der Hotelbesitzer Matt Stone so gar nicht an Übersinnliches glaubt und nichts damit zu tun haben will. Als sich unerklärliche Vorfälle häufen, zieht er dennoch die Spezialisten einer Agentur hinzu, die sich auf paranomale Phänomene versteht. Darcy Tremayne wird von Matt jedoch zunächst trotzdem eher frostig begrüsst und auch Darcy weiss nicht, was sie von Matt halten soll. Doch dann geschehen noch mehr unheimliche Dinge und auf der Suche nach der Wahrheit oder dem Geheimnis kommen die zwei sich näher.
Angenehm schaurige Stunden mit einem Schuss Romantik ... das hat mir diese Geschichte ganz sicher gebracht. Stellenweise hat mir dieser neue Roman von Heather Graham sehr gut gefallen, denn die Handlung war sehr spannend, wenn ich auch etwas enttäuscht von der Beziehung zwischen Darcy und Matt war. Es ist etwas zwischen den beiden, aber Romantik sieht sicherlich anders aus und zwischenzeitlich schien es doch wohl eher auf eine heisse Bettgeschichte herauszulaufen. Das hat mich schon ein wenig irritiert. Ich mag halt Romantik pur und auf jeden Fall auch das, was man neuerdings Romantic Suspense oder Lady-Thriller nennt. Von beidem hat diese Geschichte etwas, weshalb ich auch die vier Sterne vergebe, aber zu fünf hat es leider nicht gereicht. Obwohl Matt schon ansprechend ist.
Für mich ein sehr gutes Buch das ich weitermepfehle....
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