Samstag, 4. April 2015
Buch - Jay Asher - Tote Mädchen lügen nicht
Produktdetails
Jahr: 2007
Verlag: cbt
Format: Taschenbuch
Seiten: 288
Inhalt
"Als Clay aus der Schule kommt, findet er ein Päckchen mit 13 Kassetten vor. Er legt die erste in einen alten Kassettenrekorder, drückt auf >>Play<< - und hört die Stimme von Hannah Baker. Hannah, seine ehemalige Mitschülerin. Hannah für die er heimlich schwärmte. Hannah, die sich vor zwei Wochen umgebracht hat.
Mit Hannahs Stimme im Ohr wandert Clay durch die Nacht, und was er hört, lässt ihm den Atem stocken. 13 Gründe haben zu ihremSelbstmord geführt. 13 Personen hatten ihren Anteil daran.
Clay ist einer davon..."
Mein Fazit
Ich gebe dem Buch 4 von 5 Sternen, weil ich am Anfang von der Sprache nicht wirklich gefesselt wurde, was an der Ausdrucksweise der Jugend liegen mag und an dem US amerikanischen Flair einer Highschool, die von außen betrachtet mit deutschen Schulen nicht so viel gemeinsam hat.
Aber je weiter ich las desto mehr fesselte mich die Situation, eine Tote beschreibt die Gründe für ihren Selbstmord. -Pause-
Ich fange an mich zu erinnern, ich kenne diese Emotionen und was dort steht sind teils meine Gedanken, teils meine Ideen wie...
Viele werden sagen, dass was dort beschrieben wird ist noch lange kein Grund sich umzubringen, diesen Menschen möchte ich sagen, dass sie keine Ahnung haben, was Depressionen sind und wie sie sich auswirken, denn ich spreche aus eigener Erfahrung.
Die Erzählung verschafft einem vielleicht keinen vollständigen Überblick, wie schlimm es ist damit zu leben und wie hart jede negative Berührung von außen die Seele trifft und nach und nach zerstört.
Ich habe Depressionen gesehen, bei Menschen die mir nahe stehen, ich habe jemanden gekannt, der aufgegeben hat.
Vielleicht habe ich deswegen überlebt - Depressionen überlebt und hart gearbeitet um gesund (oder vielleicht gesünder) zu werden, um weiter zu machen.
Aber ich weiß auch, dass ich es fast nicht geschafft hätte...
Auch ich habe dann gedacht, wie machst du es und vor allem auch, wie tust du denen weh die es verdient haben, die ihren Anteil geleistet haben - ja - ich kenne alle diese Gedanken.
Und ich habe eine Nacht dagessen und nachgedacht, nachdem ich das Buch geschlossen hatte, sollte ich darüber in einer Rezension schreiben und wenn ja, wie?
Ich schreibe drauflos und hoffe auf Verständnis zu stoßen, was mir immer soviel bedeutet hat, dem ich dauernd nachgejagt bin.
Krankheiten wie Depressionen werden heutzutage gern totgeschwiegen, weil eine Leistungs- und Spaßgesellschaft mit depressiven Menschen nicht funktioniert.
Sie werden übersehen und wenn sie den Druck und den Schmerz nicht mehr aushalten, dann verlassen sie uns und keiner will wissen warum...
Ich finde Hannahs Idee etwas zu hinterlassen was die Menschen immer daran erinnert wer sie war und warum sie ging beeindruckend, denn ich selbst habe immer nach etwas gesucht mich mitzuteilen, nach meinem Tod? - nein - mitlerweile in meinem Leben, damit ich gehört werde und mich erklären kann, damit andere weiterkämpfen und sehen, dass man es schaffen kann!
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Huhu! ♥
AntwortenLöschenErst einmal großer Respekt für deine offenherzige und ehrliche Rezension! Es tut mir sehr leid das du mit Depressionen schon so sehr in Kontakt gekommen bist und das dir einige Stellen aus dem Buch bekannt vorkommen. Ich hoffe sehr das es dir mittlerweile besser geht und du morgens wenn du aus dem Fenster blickst, die Sonne und die Möglichkeiten siehst, die dich jeden Tag erwarten. ♥ Du kannst es auf jeden Fall schaffen! Fühl dich ganz lieb von mir gedrückt! ♥
Alles Liebe & ganz viel Kraft und Stärke!
Jasi ♥